Nach dem Anschlag auf den CSD: Das Problem beim Namen zu nennen

Nach dem isla­mis­tisch moti­vier­ten Anschlag auf den Ber­li­ner Chris­to­pher Street Day, bei dem eine Frau getö­tet und meh­re­re Men­schen ver­letzt wur­den, warnt ZdE-Vor­sit­zen­de Mina Aha­di davor, die ideo­lo­gi­schen Hin­ter­grün­de sol­cher Taten zu ver­schwei­gen. In ihrem Gast­bei­trag „Das Pro­blem beim Namen nen­nen“, der in der Kon­text Wochen­zei­tung und auch in der taz ver­öf­fent­licht wird, for­dert sie eine offe­ne Debat­te über den poli­ti­schen Islam und den Shutz der offe­nen Gesell­schaft Gesell­schaft.

„Wenn ich das Haus verlasse, denke ich manchmal: Vielleicht ist es das letzte Mal.“

Eier­wür­fe vor dem Kin­der­gar­ten, Droh­brie­fe im Brief­kas­ten, ein ver­such­ter Ein­bruch in die eige­ne Woh­nung: Mina Aha­di, Vor­sit­zen­de des Zen­tral­rats der Ex-Mus­li­me, erlebt seit Jahr­zehn­ten, wie weit der Arm des Mul­lah-Regimes bis nach Deutsch­land reicht. Die Köl­ner Poli­zei warn­te sie sogar, sie ste­he ganz oben auf der Todes­lis­te Tehe­rans – ihr E‑Mail-Kon­to und Tele­fon wur­den gehackt, mona­te­lang stand sie unter Poli­zei­schutz.

Der Iran steht vor einer offenen Zukunft

Der Tod Kha­men­eis mar­kiert das Ende einer Ära der Grau­sam­keit. Ob er auch einen demo­kra­ti­schen Auf­bruch ein­lei­tet, ist noch unge­wiss. Ent­schei­dend wird sein, ob es der Oppo­si­ti­on gelingt, mutig in die Zukunft zu bli­cken, statt eine nost­al­gisch ver­klär­te Ver­gan­gen­heit wie­der­be­le­ben zu wol­len. Ein Kom­men­tar von Mina Aha­di.

Für ein humanistisches Stadt- und Menschenbild

Nach den Äuße­run­gen von Fried­rich Merz zum „Stadt­bild” folg­te der bekann­te Reflex: Empö­rung hier, Bei­fall dort. Doch weder mora­li­sche Ent­rüs­tung noch kul­tur­kämp­fe­ri­scher Popu­lis­mus brin­gen unse­re Gesell­schaft wei­ter. Ein Kom­men­tar von ZdE-Vor­sit­zen­de Mina Aha­di.

Mina Ahadi in den USA – Filmvorführungen, Diskussionen und politische Begegnungen

Vom 13. bis 23. Okto­ber 2024 absol­vier­te Mina Aha­di eine Vor­trags- und Dis­kus­si­ons­rei­se durch meh­re­re Städ­te der Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Im Mit­tel­punkt stand der Doku­men­tar­film „Mina, der Preis der Frei­heit“, der ein per­sön­li­ches Por­trät ihres Lebens im poli­ti­schen Wider­stand zeich­net. Der Film the­ma­ti­siert ihren Aus­stieg aus dem Islam, ihre Flucht vor dem ira­ni­schen Regime und ihr lang­jäh­ri­ges Enga­ge­ment gegen poli­ti­sche Unter­drü­ckung und die Todes­stra­fe.

Islamkritikerin rechnet mit AfD ab

In einem offe­nen Brief wen­det sich die Islam­kri­ti­ke­rin Mina Aha­di an Ali­ce Wei­del. Dar­in erhebt sie schwe­re Vor­wür­fe: Die AfD habe die Öffent­lich­keit getäuscht, um das Atten­tat von Mag­de­burg für eige­ne poli­ti­sche Zwe­cke zu instru­men­ta­li­sie­ren. Ech­te Ant­wor­ten auf das Pro­blem des Isla­mis­mus sei­en von ihr nicht zu erwar­ten.

»Da kam mir der Name sofort in den Kopf«

Der Täter des Anschlags in Mag­de­burg kri­ti­sier­te die »lin­ke« huma­nis­ti­sche Aus­rich­tung des Zen­tral­rats der Ex-Mus­li­me und der eng befreun­de­ten Säku­la­ren Flücht­lings­hil­fe, die sich gezielt für reli­gi­ons­freie Migrant*innen aus isla­misch gepräg­ten Län­dern ein­setzt. Im Inter­view mit der TAZ schil­dert ZdE-Vor­sit­zen­de Mina Aha­di die Hin­ter­grün­de.